Von der Planung zur Praxis – Friedensförderung durch das Internationale Donaufest 2026 validieren
Das Internationale Donaufest 2026 in Ulm und Neu-Ulm bot Outside Media & Knowledge – dem deutschen Partner des Projekts DANUBE PEACE – die Gelegenheit, die wichtigsten Ergebnisse des Arbeitspakets 2 anhand eines etablierten Beispiels grenzüberschreitender Kulturkooperation zu überprüfen. Die Übung war als Feldvalidierung und nicht als Veranstaltungsbericht konzipiert: Erkenntnisse aus Recherchen und einem Experteninterview mit Sebastian Rihm, dem Leiter des Donaubüros Ulm/Neu-Ulm, wurden mit direkten Beobachtungen der Festivaleröffnung, institutioneller Partnerschaften, Jugendaktivitäten, des öffentlichen Programms und der Nutzung des gemeinsamen Kulturraums verglichen.
Die Eröffnungszeremonie lieferte den deutlichsten Beweis dafür, dass die friedensstiftende Funktion des Festivals explizit und nicht nur nebensächlich war. Die Oberbürgermeister von Ulm und Neu-Ulm, Martin Ansbacher und Katrin Albsteiger, begannen mit einer Schweigeminute für alle, die nicht in Frieden leben können, und bekräftigten ihre Solidarität mit einer “freien und selbstbestimmten Ukraine”. Dieses politische Bekenntnis wurde durch eine Live-Schaltung zu Alex aus Charkiw, der sich an das Publikum wandte und John Lennons „The Heart of the Heart“ zum Besten gab, unmittelbar erfahrbar. Vorstellen. Die Intervention verband die am Donauufer versammelte Öffentlichkeit mit einer Person aus einer Stadt, die direkt unter den Folgen des Krieges lebte. Die Ukraine war somit nicht nur als Subjekt der Solidaritätsbekundungen europäischer Vertreter präsent, sondern auch durch die Stimme und die künstlerische Ausdruckskraft einer Person aus Charkiw selbst. Die symbolische Öffnung am Fluss, begleitet von der Europahymne, rahmte die Donau folglich als gemeinsamen europäischen öffentlichen Raum ein, in dem politisches Engagement, kultureller Ausdruck und direkte transnationale Verbindungen zusammenflossen. Zeitgenössische Berichte beschrieben die Donau als “Bühne Europas”.